Präventives Anti-Gewalt-Training


Die Grundlage des Trainingsansatzes...ist die Konfrontative Pädagogik!

Das präventive Anti-Gewalt-Training ist ein Trainingsansatz für Gruppen auf der Grundlage der konfrontativen Pädagogik. Nach dem Ansatz der konfrontativen Pädagogik ist es notwendig, soziale Regel- und Normverletzungen bei Kindern und Jugendlichen in dem Moment zu konfrontieren, wo sie stattfinden. Niemand hat das Recht andere Menschen auszugrenzen, schlecht zubehandeln, zu verletzen oder zu beleidigen. Geschieht dies doch, erfolgt Konfrontation. Die Konfrontative Pädagogik stellt eine Pädagogik der "klaren Linie mit Herz" dar. Das präventive Training wird unter anderem an Schulen und insozialen Einrichtungen durchgeführt. Es richtetsich nicht nur an gewaltbereite Jugendliche, sondern auch an die Beobachter, potentielle und tatsächliche Opfer. Es stellt jedoch ein primär präventives Programm dar. Informationen zum Anti-Gewalt-Training (Umfang, Inhalte etc.) können sich interessierte Menschen direkt bei Frau Imhof einholen.

Methoden des präventiven Anti-Gewalt-Trainings

  • Interaktionspädagogische Übungen
  • Kämpfen als pädagogische Disziplin
  • Methoden der Streitschlichtung
  • Wahrnehmungs und Ausdrucksübungen
  • Mündliche und schriftliche Befragungen
  • Konfrontationsübungen
  • Provokationstest
  • Traum-und Phantasiereisen
  • Entspannungsübungen
  • Methoden des Boalschen Theaters
  • Soziometrische Aufstellungen uvm.

Ziele des präventiven Anti-Gewalt-Trainings

  • Verbesserung der Handlungskompetenz (Kommunikation) in konfliktträchtigen Alltagssituationen.
  • Gewaltprävention und Gewaltintervention in Schulen und Jugendhäusern
  • Verbessert die sozialen Kompetenzenvon Kindern und Jugendlichen und fördert eine Kultur des Hinschauens undder friedfertigen Einmischung.
  • Reduzierung der Feindseligkeitswahrnehmung und fördert selbst behauptendes und deeskalierendes Verhalten in Konfliktsituationen.
  • Stärkung der Opfer, Sensibilisierungder Täter und der Stärkung der Kompetenz der peergroup für schwierige Situationen.
  • Dient der Verfestigung eines Standards der Friedfertigkeit. Wichtiges Ziel ist die Opfervermeidung.

Inhalte des präventiven Anti-Gewalt-Trainings

  • es geht um die konkreten Ursachen, Auslöser und Gelegenheiten für aggressives und gewalttätiges Verhalten von Kindern und Jugendlichen in bestehenden Gruppen.
  • mit den Kindern und Jugendlichen werden Verhaltensalternativen zu selbstunsicheren bzw. aggressiven Verhaltensweisen in konfliktträchtigenSituationen erarbeitet und teilweise erprobt.
  • die eigenen Rollen als Täter, Opfer oder Zuschauer werden aufgedeckt und damit einer bewussten Veränderung zugänglich gemacht. Die aktuellen Täter-Opfer-Strukturen in einer Gruppe werden teilweise offen gelegt und so bearbeitbar gemacht.
  • es geht um die grundlegenden sozialen Fertigkeiten wie Wahrnehmen und angemessenes Ausdrücken von Gefühlen, Strukturen menschlicher Begegnung, Selbstbehauptung und Deeskalation in Konfliktsituationen und kooperatives Verhalten in Gruppen.
  • die Einstellungen und Verhaltensweisen der Kinder und Jugendlichen werden visualisiert und teilweise thematisiert. Mögliche Themen sind hierbei Sexismus, Rassismus, Macht und Ohnmacht, Gewalt durch Erwachsene, männliches und weibliches Rollenverhalten.
  • Die Kinder und Jugendlichen lernen ihre eigenen Empfindlichkeiten in Bezug auf Beleidigungen, Rempeleien, Provokationen usw. besser kennen.
  • Mobbing als "seelischen Blauen Flecken" wird zum Thema gemacht.

Organisation des präventiven Anti-Gewalt-Trainings


Unser Angebot


Das Training muss in einer festen Gruppe (Klasse) stattfinden.

Das Training ist auf 20 Zeitstunden angelegt. Diese sollen in den regulären Unterricht eingebaut werden (etwa 3 Zeitstunden über 6 Wochen).

Das Training wird von zwei Trainer/innen durchgeführt.
Voraussetzung ist die kontinuierliche Mitarbeit des/der Lehrers/Lehrerin, damit das gelernte eine Nachhaltigkeit hat.

Das Training ist für alle Schulformen ab der 3. Klasse geeignet. Je nach Durchschnittsalter, Zusammensetzung und Größe der Gruppe, der aktuellen Gruppensituation und den gegebenen Rahmenbedingungen werden die inhaltlichen Schwerpunkte und Methoden des Trainings ausgewählt.

Ein Training setzt sich aus einer Vielzahl einzelner Arbeitseinheiten zusammen.

Die einzelnen Arbeitseinheiten des präventiven Anti-Gewalt-Trainings setzen sich in der Regel so zusammen:

  • Warm-up
  • Kampf- und Begegnungsspiele
  • Inhaltlicher Schwerpunkt
  • Cool-down (Entspannung)

Ansprechpartnerin


Katja Michel

Dipl.-Pädagogin

Tel.: 06461 8088-16
Mobil: 0151 52605280

k.michel(at)elisabeth-verein.de

Über die Trainerin


Ausbildung und Bereiche von Katja Michel:

  • Leitung der mobilen Jugendarbeit (mobja) Biedenkopf
  • Ausgebildete Anti-Gewalt-/ Deeskalationstrainerin
  • Schulsozialarbeit
  • Einzelfallhilfen / Intensiv betreutes Wohnen