"Rote Linie - Hilfen zum Ausstieg vor dem Einstieg"

Hessisches Landesprogramm zur Rechtsextremismusprävention

Der St. Elisabeth Verein führt das Programm "Rote Linie" gemeinsam mit dem Jugend-Arbeits-Kreis Oberscheld (JAKOb e.V.) und der Philipps-Universität Marburg durch. Ziel ist es, Jugendliche, pädagogische Fachkräfte sowie Eltern und Familien landesweit durch kompetente Informationen, Beratung, Erstansprachen und Bildungsangebote im Themenfeld Rechtsextremismus zu unterstützen. Das Programm "Rote Linie" wird durch das Land Hessen und im Rahmen des Bundesprogramms "Toleranz fördern – Kompetenz stärken" gefördert.

Beratung für Eltern und Angehörige rechtsextremer Jugendlicher

Dieses Beratungsangebot richtet sich an alle Eltern und Angehörigen, die bei ihren Kindern eine rechtsextreme Orientierung oder Gruppenzugehörigkeit befürchten oder wahrnehmen. Die Beratung kann dazu beitragen, die Entwicklung des jungen Menschen zu verstehen, Handlungsmöglichkeiten zu erkennen und Konflikte in der Beziehung, in der Familie und der Umgebung zu bewältigen. Die Beratung erfolgt - in der Beratungsstelle in Marburg oder landesweit aufsuchend vor Ort. Die Beratung ist kostenfrei, unbürokratisch, vertraulich und unterliegt dem gesetzlichen Datenschutz. Seit 2014 wird eine offene Elternselbsthilfegruppe begleitet.

Erstansprache rechtsaffiner Jugendlicher

Eine Reihe von Vorfällen können Ausgangspunkt für individuelle Gespräche mit rechtsaffinen oder rechtsorientierten Jugendlichen und jungen Erwachsenen sein: Kontakte zu Personen oder Gruppen, Schmierereien, Aufkleber, Musik, rassistische Äußerungen, ein auffälliges Erscheinungsbild, der Besuch einschlägiger Internetseiten usw. Vorfälle an Schulen, in der Jugendarbeit, in Einrichtungen der Jugendhilfe oder in der Öffentlichkeit. Eine Erstansprache hat das Ziel, den jungen Menschen zu verstehen und seine Entwicklungswege zu hinterfragen. Sie ist keine Sanktion, sondern eine Einladung zur freiwilligen Reflexion, eine Anregung von Veränderungs- und Lernprozessen. 

Beratung für Fachkräfte der Jugendarbeit und Jugendhilfe

Wir unterstützen Fachkräfte der Jugendarbeit präventiv oder nach konkreten Vorfällen (z.B. Konflikte, Propaganda, Auftreten rechtsaffiner Gruppen oder Einzelpersonen,...) in Einrichtungen (z.B. Jugendräumen), bei der Einschätzung der Situation, der Entwicklung von Konzepten, Hausordnungen oder Projekten. Es geht dabei auch um Konzepte von Jugendarbeit, die sowohl auf eine klare, transparente Grenzziehung, als auch auf die Wahrnehmung der "ganzen Person", der persönlichen Entwicklung und die Befähigung zu einer an demokratischen und menschenrechtlichen Prinzipien ausgerichteten gesellschaftlichen Teilhabe aller Jugendlichen ausgerichtet ist. 

Bildungsangebote zur Prävention von Rechtsextremismus

Wir bieten eine Reihe von Vorträgen, Seminaren, Workshops, Projekttagen, Fort- und Weiterbildungen zu den verschiedenen Facetten im Themenschwerpunkt Rechtsextremismus an. Wir konzipieren aber auch gerne gemeinsam mit Ihnen ein passendes Angebot.

Kontakt "Rote Linie"


Hilfen zum Ausstieg vor dem Einstieg

Hermann-Jacobsohn-Weg 2
35039 Marburg (Lahn)

Hotline: 06421-8890998
kontakt@rote-linie.net

www.rote-linie.net