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Mit Kunst, Kultur, Musik und 700 Gästen Abschied aus ehemaligen Industriehallen gefeiert

Verfasst am: 12.02.2019

WABLage 2.0“ in Cölbe ist nicht die Letzte gewesen: dritte Auflage im Rohbau geplant...

Gut gefüllte Hallen: 200 Besucher erlebten die Vernissage zur „WABlage 2.0“ in Cölbe.

Cölbe. Drei Tage fand in Cölbe die „WABLage 2.0“ statt. Die Fortsetzung der erfolgreichen ersten „WABLage“ aus dem Jahr 2017 war die letzte in den ehemaligen Industriehallen in der Lahnstraße 8 vor dem Neubau, aber es geht weiter mit Kunst, Kultur und Musik auf dem Areal.

„Die WABL-Hallen mit so viel Leben und Liebe zu füllen war einfach wunderbar, danke für so viel Engagement“: Der Facebook-Eintrag eines Gastes auf der Seite des St. Elisabeth-Vereins spiegelt die Stimmung der drei Tage Kunst, Kultur und Musik in der Cölber  Lahnstraße wider.

30 Künstlerinnen und Künstler, neben renommierten Ausstellenden auch Debütanten und Jugendliche des Vereins, eine offene Bühne mit Lesungen des Erzählers Erwin Junker und des Marburger Autors Daniel Grosse, Musik der Rock-Coverband „SoundKraft“ und des Marbacher Chors „CHORios“, Puppentheater der „Blauen Bühne“, dem Spontan-Auftritt von Egon Hübinger - Taiko-Trommler aus Marburg - oder dem Poetry-Slam-Workshop von Felix Römer: Das Kultur-Programm ließ die drei Tage zu einem echten Festival werden.

200 Gäste erlebten die Vernissage, bei der Bürgermeister Volker Carle als Schirmherr noch einmal den Wert einer solchen Veranstaltung für Cölbe als Begegnungsmöglichkeit deutlich machte und Hans-Werner Künkel, Vorstand des St. Elisabeth-Vereins, erklärte, warum das sozialdiakonische Unternehmen sich im Bereich von Kunst und Kultur engagiert: „Sozialräumliches Denken und Handeln gewinnen bei der Umsetzung des Inklusionsgedankens immer  mehr an  Bedeutung.“
Am Samstag wandelten 150 Besucherinnen und Besucher durch die Hallen, stand die Begegnung mit der Kunst und den Künstlern im Mittelpunkt, abends erlebten 50 Gäste den Ausklang bei Rock-Musik.

300 Gäste waren beim Familien-Sonntag mit von der Partie. Der Großteil davon erlebte die Finissage, bei Landrätin Kirsten Fründt als Schirmherrin auf die Bedeutung eines solchen Miteinanders bei der Überwindung von Grenzen hinwies und eine Rückblick auf die vergangenen drei Jahre und die vielfältigen Veranstaltungen auf dem Gelände gab.
Die Hallen werden nun abgerissen und es entsteht Neues, was  Poetry-Slamer Felix Römer mit seiner besonderen Art des literarischen Vortrags darstellte – wobei einige Besucher Tränen in den Augen hatten:  
"Auf Wellblech fällt Regen - Leuchtröhren knistern - Geräusch kann bewegen - Und morgen wird gestern - Die Halle wird ruhig - Und es flüstert der Fluss - Dass zum entstehen - Eben auch was geh'n muss."

Zum Entstehen erklärte Matthias Bohn, Kaufmännischer Vorstand des St. Elisabeth-Vereins dann, was auf dem Areal entstehen im zweiten Bauabschnitt wird: neben Verwaltungs- Dienstleistungs- und Gewerberäumen unter anderem ein inklusives Begegnungscafé, eine Bürgerwerkstatt und Räume für Veranstaltungen – unter anderem dann für die „WABLage 4.0“. Und das dritte Festival dieser Art soll dann im Rohbau stattfinden.