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Pflegefamilien des St.-Elisabeth-Vereins geben mit Podcasts Hilfestellungen

Verfasst am: 25.06.2020

Von den Kollegen auf den Neuhöfen wird der Podcast für Pflegefamilien oder für Familien, die Pflegefamilie werden wollen, produziert...

Die Kollegen des Geschäftsbereichs Pflegefamilien produzieren seit April 2020 regelmäßig einen Podcast für Pflegefamilien im deutschsprachigen Raum, der unter www.pflegefamilien-akademie.de/podcast zu finden ist. In den Beiträgen wird über Fachliches, Schönes und Schwieriges rund um das Thema Pflegefamilien und Pflegekinder berichtet. Interviews oder Reportagen bieten dabei auch in der Corona-Krise einen direkten Informationsfluss. Dabei werden sowohl Pflegeeltern, als auch Fachexpert:innen eingeladen, sich den Fragen zu stellen. Im Interview mit dem Grünen Faden stellen sich Esther Schmitt, Bertram Kasper, Jens Haberland und Dirk Grische unseren Fragen.

Wie ist die Idee zum Podcast entstanden?

Esther Schmitt: Die ersten Aufnahmen sind schon im vergangenen Frühherbst entstanden. Damit wollen wir die Blog-Artikel auf unserer Homepage um ein weiteres Medium ergänzen. Zunächst wurden mit relativ kleinem Aufwand drei Referentinnen zu Themen interviewt, die wir auch im Fortbildungsprogramm anbieten.

Wieso habt Ihr den Podcast jetzt wieder aufleben lassen?

Bertram Kasper: Wir haben uns gefragt, was können wir den Familien in diesen Zeiten an Inhalten für ihre Arbeit zur Verfügung stellen. Ich selber habe schon lange eine Affinität zu Podcasts und schon vor zehn Jahren erste Erfahrungen gesammelt.

Da ja „Face to Face“-Fortbildung derzeit nicht möglich ist, sind Podcast eine geeignete Möglichkeit, unseren Familien auf eine andere Art und Weise Inhalte für Ihre Arbeit zur Verfügung stellen. Das soll das normale Fortbildungsprogramm nicht ersetzten, ist aber eine kreative Ergänzung.

Wir ringen zudem um Ideen, die uns unterstützen, Familien für unsere Arbeit als Pflegefamilien zu gewinnen. Da Podcast gerade sehr modern sind, sind sie eine gute Unterstützung, auf uns und das Thema „Pflegefamilie sein“ aufmerksam zu machen. Auch der Name „Podcast Pflegefamilien Deutschland“ unterstreicht den Anspruch.

Wer übernimmt welche Aufgaben im Podcast-Team?

Dirk Griesche: Das aufgenommene Material wird von mir auf den PC gespielt und bei Bedarf ein wenig bearbeitet und Störgeräusche oder die Spitzen rausgefiltert. Zudem wird dann noch ein Jingle und eventuell An- und Absage ergänzt. Anschließend wird das in ein MP3-Format umgewandelt. Dann wird es mit entsprechender Software auf unsere Pflegefamilien-Seite hochgeladen.

Jens Haberland: Sobald es fertig geschnitten ist, wird es auf den unterschiedlichen Plattformen im Internet zur Verfügung gestellt, so dass es möglichst viele Hörer erreichen kann.

Welche Rückmeldungen gab es bisher von den Kollegen?

Jens: Zunächst dachten wir, wir müssen viel Werbung für den Podcast machen, aber sehr viele Kollegen haben ihn schon aktiv gehört. So konnten wir schon gut über die Inhalte sprechen und wir mussten gar nicht viel werben. So gab es sehr schnell viele positive Rückmeldungen. Gerade der Podcast mit zwei Pflegemüttern über ihre Arbeit in Corona-Zeiten wurde sehr positiv aufgenommen.

Dirk: Es gab sehr viele positive Rückmeldungen von unsern Familien. Selbst Familien, die sich bewerben, haben es gehört und geben positive Rückmeldung. Die Themen sind auch hilfreich für Familien, die derzeit überlegen, Pflegekinder aufzunehmen.

Esther: In Info-Gesprächen wird häufig deutlich, dass auch Menschen, die zum ersten Mal Kontakt zu uns haben, die Podcasts kennen.

Gibt es sonstige Rückmeldungen?

Bertram: Der Podcast wird sehr oft gehört, nicht nur von unseren Familien. Sehr hohe Zugriffs-Zahlen, mehr als bei geschriebenen Artikeln, unterstreichen die Attraktivität. Bis Juni konnten wir mehr als Tausend Zugriffe verzeichnen. Auch über unsere Familien hinaus hat der Podcast eine hohe Resonanz. Auf Plattformen wie Spotify und I-Tunes wird er sehr oft geladen.

Welche Interviews gab es schon?

Bertram: Zunächst gab es einige Interviews mit unseren Referenten zu Themen, die sie bei uns durchgeführt haben. Jetzt in der Corona-Zeit gab es ein Interview mit zwei Pflegemüttern, wie Corona ihren Alltag mit den Kindern verändert und wie sie als Familien damit umgehen. In einem sehr lebendigen Beitrag erzählen sie, wie Sie in dieser Situation als Familie zusammenrücken.

Dann gab es ein Interview mit Dr. Carmen Thiele vom Bundesverband „Pflege- und Adoptivkinder“, die den Verband vorgestellt hat und berichtet, wie der Verband sich politisch einmischt und Bedingungen für Pflegekinder und Pflegefamilien verbessert.

Mit Irmela Wiemann als Expertin für Pflegefamilien im deutschsprachigen Raum habe ich über das Thema „Lebensbrief“, und wie man Kindern mit dem „Lebensbrief“ helfen kann, ihre eigene Geschichte zu verarbeiten gesprochen. Dies kann dazu beitragen, gut mit den beiden Familiensystemen, Pflegefamilie und Herkunftsfamilie, umzugehen.

Mit Esther Schmitt gab es zudem ein Interview zum Fortbildungsprogramm und wie wir das umstellen.

Welche weiteren Interviews sind geplant?

Bertram: Geplant ist ein Podcast zum Thema „Motivation von Pflegefamilien“. Was hat das auch mit dem christlichen Glauben zu tun? - hierbei berichten drei Pflegemütter, aber auch ein Pfarrer als Experten zum Thema Christlicher Glaube.

Esther: Zudem sind weitere Interviews mit unsren Referentinnen geplant, vor allem zu Themen, die sie schon einmal bei uns angeboten haben. Beispielsweise gibt es ein Gespräch mit Charlotte Rutz zum Thema „Wie entsteht eigentlich ein familiengerichtliches Gutachten“. Die Podcasts unterstützen so auch unsere jetzt neu stattfindenden Online-Seminare für die Pflegefamilien. Es gibt Themen, die eher für ein Podcast als für eine Online-Veranstaltung geeignet sind. Vielen Dank für das Gespräch!

Wollen auch Sie Pflegefamilie werden, dann finden Sie unter www.pflegefamilien-hessen.de weitere Informationen.

Weitere Informationen zu Pflegefamilien und verschiedenen Feldern der Jugendhilfe gibt es auch im aktuellen Grünen Faden. Hier der Link zum pdf: Grüner Faden Juni 2020