Das Projekt "Brücken bauen"

Informationsabend „brückt“ den Menschen in den Mittelpunkt

Start des vom St. Elisabeth-Verein initiierten Unternehmer-Netzwerkes „Brücken bauen“ soll 2020 sein

Der Informationsabend zur Unternehmer-Netzwerk-Idee des St. Elisabeth-Vereins mit 30 Vertretern aus Unternehmen, Betrieben, Netzwerken, Arbeitsagentur, Jobcenter und sozialen Einrichtungen auf dem Hof „Ahle Pitz“ in Schönstadt hat mehr als Mut gemacht: In 2020 nimmt eine Arbeitsgruppe die Arbeit zur Umsetzung des Projektes „Brücken bauen“ auf.

Eigentlich ist die Grundidee nicht neu – und das ist auch das, was Mut macht. Vor allem die Tatsache, dass sie gut funktionieren kann, wie die aus Fulda angereisten Michael Becker und Hessens ehemaliger Wirtschaftsminister Dr. Alois Rhiel mit der Vorstellung der Perspektiva gGmbH aufzeigten: Vor 20 Jahren haben sich dort Unternehmer, Bürger und soziale Einrichtungen zusammengeschlossen. Das Ziel: Brücken bauen zwischen Unternehmern und Menschen, die Hilfe dabei brauchen, ihren Platz in der Gesellschaft zu finden – vor allem in der Arbeitswelt, vor allem Jugendliche. Aus der Vision ist längst Realität geworden: ein Netzwerk mit 100 Unternehmen in Gesellschaftsform, die in Selbstverpflichtung und mit finanziellen Beiträgen ein System geschaffen haben, das sich weitestgehend selbst finanziert.

„Inspiriert von dem Kontakt nach Fulda“ will der St. Elisabeth-Verein Marburg nun ein Unternehmer-Netzwerk initiieren, wie Vorstand Hans-Werner Künkel an diesem Abend erklärte: „Es gibt so viele Menschen in unserer Gesellschaft, die durch jedes Raster fallen, einfach nicht Fuß fassen oder in emotionale Krisen geraten – aus den verschiedensten Gründen. Dabei haben sie oft viel mehr Potenzial, als es ihr Lebenslauf auf den ersten Blick vermuten lässt. Potenzial, das wir in unserer Gesellschaft gut gebrauchen können – in der Arbeitswelt ebenso wie in unserer Solidargemeinschaft.“ Potenzial, das an diesem Abend in Schönstadt deutlich wurde: Da bewirteten vom Verein betreute Jugendliche die Gäste, die beim Hofrundgang erfuhren, wie ein Team von Ausbildenden, Sozialpädagogen und arbeitstherapeutischen Fachkräften der Beruflichen Bildung (StEBB) des Vereins junge hilfebedürftige Menschen auf ihrem Weg von der Schule in den Beruf begleiten und zu welchen Leistungen diese fähig sind.

An diesem Abend machten nicht nur die Perspektiva-Vertreter während der Diskussion deutlich: Viele profitieren von solch einem Netzwerk: die Menschen, die wieder Anschluss finden, unsere Gesellschaft als Solidargemeinschaft, die Arbeitgeber durch das Entdecken möglicher Arbeitnehmer und nicht zuletzt die Mitglieder des Netzwerkes. Denn ein Netzwerk lebt nicht nur vom Gefühl, als Baustein der Gemeinschaft einen bedeutsamen Teil am Erfolg beigetragen zu haben. Netzwerke schaffen Gelegenheiten: Man kennt jemanden, der jemanden kennt. Kontakte entstehen und in diesen Beziehungen wiederum liegt die Chance zu etwas Neuem.

Was an diesem Abend den Interessierten zudem für die Zukunft Mut macht: Die Beteiligten bringen sich mit ihrem Fachwissen und Fähigkeiten ein. Die Unternehmen tragen entscheidend zur Findung der Struktur, Finanzierung und Rechtsform bei. Soziale Einrichtungen wie der Elisabeth-Verein bringen ihre Fachkompetenz bei der Betreuung von Hilfebedürftigen ein – und interessierte Bürger ihr Engagement. Und was wichtig ist: Beim Weg über die Brücke in die Arbeitswelt fällt kein Hilfebedürftiger ins Bodenlose. Klappt es beispielsweise einmal mit Praktikum oder Arbeitsmöglichkeit in einem Betrieb nicht, gibt es den Weg zurück in die Betreuung.

Anfang 2020 wird die Arbeitsgruppe „Brücken bauen“ ihre Arbeit aufnehmen.

Ansprechpartner:
Manfred Günther, Leitung Abteilung Öffentlichkeitsarbeit und Projektleitung Wohnen, Arbeiten, Beschäftigen, Leben (WABL)
E-Mail: m.guenther(at)elisabeth-verein.de
Telefon: 0151 61362939

Eigentlich ist eigentlich kein Wort.

Und eigentlich wollen nicht nur Möglichkeiten aufzeigen, wie Unternehmen beim Thema Inklusion Brücken bauen können, sondern auch für ein Projekt  werben, das vom St. Elisabeth-Verein Marburg ins Leben gerufen wird:

Brücken bauen

Eigentlich ist die Grundidee nicht neu. 1999 haben sich beispielsweise in Fulda Unternehmer, Bürger sowie soziale Einrichtungen zur Perspektiva gGmbH – Fördergemeinschaft Theresienhof für Arbeit und Leben zusammengeschlossen.

Das Ziel: Brücken bauen zwischen Unternehmern und Menschen, die Hilfe brauchen ihren Platz in der Gesellschaft zu finden - vor allem in der Arbeitswelt, vor allem Jugendliche.

Und eigentlich sind Idee und auch Gesellschaft auch zur Nachahmung auch ausdrücklich empfohlen.

Aber zum Uneigentlichen:

Brücken Bauen - oder wie alle von Inklusion profitieren können

Teilhabe muss unabhängig von ethnischer und sozialer Herkunft, Geschlecht und Alter für jeden Menschen gewährleistet sein – dies gilt im privaten wie im beruflichen Lebensbereich.

Das vom St. Elisabeth-Verein Marburg ins Leben gerufene Unternehmernetzwerk soll etwas Besonderes sein, was eigentlich alltäglich sein sollte: die Integration in Gesellschaft, Alltag und das Arbeitsleben.

Das Besondere dabei soll sein, dass soziales Engagement, Netzwerken und damit auch Wirtschaftsförderung nicht nur im Einklang miteinander stehen sollen, sondern einen Kreislauf darstellen, in dem sämtliche Beteiligte von- und miteinander profitieren.

„Am Anfang jeder Tat steht eine Idee“ (Konfuzius)

Die Grund-Idee des Brücken Bauens ist, etwas schaffen zu wollen - eine Art Labor, auch im ureigenen Sinn: Arbeits- und Beschäftigungsplätze - für diejenigen, die ansonsten durch die Raster fallen. Dabei steht zunächst die Intention des Schaffens, des Testens und des Untersuchens im Mittelpunkt.

Und dies möglichst für die Menschen als Selbst-Er-Findung - das Erfassen von Talenten, Fähigkeiten, Interessen und damit der Befriedigung von Grundbedürfnissen oder gar der Erfüllung von Wünschen. Dies alles vor dem Hintergrund, dass mit Engagement und Kreativität den aus den Veränderungen unserer Gesellschaft resultierenden Herausforderungen begegnet werden kann.

Basierend auf dem Gedanken, dass Hilfe für Menschen auch neue Betätigungsfelder und Arbeitsplätze schafft.

Inklusion

Jugendliche ohne oder mit niedrigem Schulabschluss finden heute immer seltener einen Arbeitsplatz. Einer Studie aus dem Jahr 2015 zufolge fallen mehr als 20.000 junge Menschen komplett aus Schule, Ausbildung und sozialen Einrichtungen heraus.

Vor einem halben Jahrhundert sah das noch anders aus: Viele haben den Sprung in die Arbeitswelt geschafft und wurden in Unternehmen mit einfachen Aufgaben betraut. Heute wirken die immer komplexer werdenden Anforderungen der Arbeitswelt oft ausgrenzend und können zu unüberwindbaren Hürden werden. Die Chancen, auf Dauer Arbeit zu finden und so eine eigene Lebensperspektive zu entwickeln, schwinden.

Wir wollen mit Praktika und Beschäftigungsmöglichkeiten Gelegenheiten schaffen, dass benachteiligte Menschen die Chance erhalten, ihre Talente und Fähigkeiten zu entdecken und zu zeigen.

Wirtschafts- und Standortfaktor

Dass Beschäftigung, Qualifizierung und berufliche Integration für benachteiligte Menschen zum Nutzen der Betroffenen sind, ist hinlänglich bekannt. Dass sie aber auch ein wichtiger wirtschafts- und strukturpolitischer Faktor für eine Region sind und wesentlich zu deren Stärkung beitragen, ist weniger im öffentlichen Bewusstsein.

Dies soll sich mit dem Netzwerk „Brücken Bauen“ ändern: durch eine entsprechende Öffentlichkeitsarbeit – die mit dem medienpädagogischen Bildungs- und Begegnungszentrum des St. Elisabeth-Vereins ind Cölbe mit schnellem Internet und moderner Technik ideale Voraussetzungen bereithält, die über die Beteiligten des Netzwerkes und moderne Medien in die Region wirken kann.

Netzwerken

Und wenn dies noch in Form eines Netzwerkes mit Unternehmen, Einrichtungen aus dem Bereich der sozialen Arbeit, Bildungsträgern und kommunalen Körperschaften geschieht, dann ist dies Inklusion pur. Denn ein Netzwerk lebt nicht nur von gemeinsamen Zielen und dass Aufgaben verteilt werden – vom Gefühl, als Baustein der Gemeinschaft einen bedeutsamen Teil am Erfolg beigetragen zu haben. Netzwerke schaffen Gelegenheiten: Man kennt jemanden, der jemanden kennt. Kontakte entstehen und in den Beziehungen liegt die Chance zu etwas Neuem. Das ist ein ganz großer Gewinn.

Brücken Bauen

Wir helfen gemeinsam benachteiligten jungen Menschen bei den ersten Schritten von der Betreuung ins Berufsleben. Unser Ziel: Die nachhaltige Integration in den Arbeitsmarkt und die Schaffung einer eigenen Lebensperspektive. Wir geben benachteiligten jungen Menschen eine Chance, sich in Unternehmen zu präsentieren – und nutzen gleichzeitig die Gelegenheit, potenzielle neue Mitarbeiter unverbindlich in Aktion zu erleben.

Dabei ist für den betreuen Menschen jederzeit der Schritt zurück möglich: Zurück an den Anfang, in die Betreuung - beispielsweise durch den St. Elisabeth-Verein Marburg.

Interesse geweckt?

Dann setzen Sie ich mit uns in Verbindung.
Wir nehmen Kontakt mit Ihnen auf oder laden Sie zu einer der ab Spätsommer stattfindenden Netzwerk-Treffen ein:
Hans-Werner Künkel (Vorstand)

Tel.: 06421 1808-828
Fax: 06421 1808-928
E-Mail: bruecken-bauen(at)elisabeth-verein.de

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